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Anträge der DIE FRAKTION

  • Titel: Verzicht auf Passivhausstandard bei Schulen und Turnhallen
  • Antragssteller*in: FRAKTION 
  • Datum: 02.12.2016 (letzte Aktualisierung des Sachstandes: 21.12.2016)
  • Beschreibung:

     

    Betreff:

    Verzicht auf Passivhausstandard bei Schulen und Turnhallen

    Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

     

    Die Vorlage NR 156 vom 11.11.2016  - "Verzicht auf Passivhausstandard bei Schulen und Turnhallen" - wird mit folgender Ergänzung im Beschlusstext beschlossen:

     

    "Darüber hinaus prüft der Magistrat, ob sich die Anwendung des Passivhausstandards in Schulen und Turnhallen, insbesondere im Hinblick auf stark schwankende klimatische Bedingungen in "Stresssituationen" (z.B. Klassenraum wird von 30 Personen auf einmal zu Unterrichtszwecken aufgesucht), als sinnvoll erweist, und gibt hierzu eine begründete Stellungnahme ab."

     

     

    Begründung:

    Die Wohnungsbaugesellschaft GWW der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden führte einen Test durch, wobei in direkter Nachbarschaft ein Passivhaus und ein Haus nach der Energie-Einsparverordnung (EnEV) errichtet wurden. Die Ergebnisse der Studie kamen zu dem Schluss, dass trotz Passivhausstandards kaum Einsparungen in der Energie-Bilanz festzustellen waren. Dies wurde vor allem auf die fehlerhafte Nutzung der Bewohnerinnen und Bewohner im Hinblick auf die Belüftungs- und Heizanlagen zurückgeführt.

    In einer klimatischen Stresssituation, wenn zum Beispiel ein Klassenraum von einer Klasse von 30 Personen aufgesucht wird, kann die Lüftung eines Passivhauses schnell an ihre Grenzen geraten. So ist das bekannte "Durchlüften" in einer Schulpause, zur schnellen Verbesserung Luftqualität des Klassenraumes, jedoch als fehlerhaftes Verhalten anzusehen, in vielen Fällen aber dringend notwendig, um in kurzer Zeit einen Luftaustausch im Klassensaal herzustellen.

    "Fehlerhaftes Verhalten" zur Optimierung der Unterrichtsbedingungen und Passivhausstandard geraten hier in einen Konflikt, welcher die Frage aufwirft, ob der Standard für Einrichtungen wie Schulen und Turnhallen tatsächlich sinnvoll ist.

     

    Antragsteller:

               FRAKTION

    Antragstellende Person(en):

               Stadtv. Nico Wehnemann

               Stadtv. Herbert Förster

               Stadtv. Thomas Schmitt

    Vertraulichkeit: Nein

    Hauptvorlage:

               Antrag vom 11.11.2016,

    NR 156

    Zuständige Ausschüsse:

               Haupt- und Finanzausschuss

               Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau

               Ausschuss für Bildung und Integration

    Versandpaket: 07.12.2016

    Beratungsergebnisse:

    6. Sitzung des Ausschusses für Bildung und Integration am 05.12.2016

    , TO I, TOP 7

     

     

     

     

    Bericht:

    TO II

    Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

    1.

    Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Bildung und Integration die Beratung der Vorlage NR 156 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

    2.

    Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Bildung und Integration die Beratung der Vorlage NR 184 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

    Abstimmung:

    zu 1.

    CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER

    zu 2.

    CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER

    6. Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau am 05.12.2016

    , TO I, TOP 15

     

     

     

     

    Bericht:

    TO II

    Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

    1.

    Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau die Beratung der Vorlage NR 156 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

    2.

    Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau die Beratung der Vorlage NR 184 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

    Abstimmung:

    zu 1.

    CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER

    zu 2.

    CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER

    7. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 13.12.2016

    , TO I, TOP 19

     

     

     

     

    Bericht:

    TO II

    Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

    1.

    Die Vorlage NR 156 wird abgelehnt.

    2.

    Die Vorlage NR 184 wird abgelehnt.

    Abstimmung:

    zu 1.

    CDU, SPD, GRÜNE und LINKE. gegen AfD, FDP, BFF und FRANKFURTER (= Annahme) sowie FRAKTION (= Annahme im Rahmen NR 184)

    zu 2.

    CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) sowie LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) und FDP (= Annahme im Rahmen NR 156)

    9. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2016

    , TO II, TOP 16

     

     

     

     

    Beschluss:

    1.

    Die Vorlage NR 156 wird abgelehnt.

    2.

    Die Vorlage NR 184 wird abgelehnt.

    Abstimmung:

    zu 1.

    CDU, SPD, GRÜNE und LINKE. gegen AfD, FDP, BFF und FRANKFURTER (= Annahme) sowie FRAKTION (= Annahme im Rahmen NR 184)

    zu 2.

    CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) sowie LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) und FDP (= Annahme im Rahmen NR 156)

    Beschlussausfertigung(en):

    § 837

    , 9. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 15.12.2016

  • Nummer: 184
  • Abstimmung der FRAKTION:
  • Ortsbeirat:
  • Typ: NR