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  • Titel: Weihnachtsmärkte in Traditionsmärkte umbenennen
  • Antragssteller*in: FRAKTION 
  • Datum: 06.10.2020 (letzte Aktualisierung des Sachstandes: 07.10.2020)
  • Beschreibung:

     

    Betreff:

    Weihnachtsmärkte in Traditionsmärkte umbenennen

    Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt möge beschließen:

     

    Der Magistrat wird beauftragt,

    eine Verordnung zu erlassen, nach der in Frankfurt künftig keine "Weihnachtsmärkte" mehr stattfinden dürfen. Darüber hinaus wird der Magistrat aufgefordert, die Durchführung von ganzjährigen "Traditionsmärkten" zu fördern.

     

    Begründung:

    In Zeiten von Corona ist es wichtig unseren Schausteller*innen wirtschaftlich unter die Arme und nicht in die Tasche zu greifen. Dippemess, Wäldchestages, Mainuferfest, Elsässer Woche - alles fiel dem Virus zu Opfer. Weihnachten, traditionell das Fest der Liebe, ist ein christlicher Begriff. Doch die Christenheit alleine wird uns dieses Mal nicht durch den Winter und die Krise bringen. Denn Weihnachten findet auch dieses Jahr traditionell nur bis einschließlich 26. Dezember statt. Das ist zu wenig, auch wenn wir in Frankfurt für Christen andere Feste, wie beispielsweise den Ökumenische Kirchentag, der vom 12. bis 16 Mai 2021 in Frankfurt stattfinden soll, veranstalten.

     

    Frankfurt nicht nur eine christliche Stadt. Dies betonen Uwe Becker - Antisemitismusbeauftragter des Landes Hessen - und Oberbürgermeister Peter Feldmann - Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt - immer wieder in ihren Reden. So unterstreicht Feldmann bei seinen Vorträgen traditionell, dass "Frankfurt eine Stadt ist, in der Menschen aus fast 180 Nationen leben, die 200 Sprachen sprechen und in der über die Hälfe einen internationalen Hintergrund hat".

     

    Dies gilt es zu beachten, wenn man mit dem wirtschaftlichen Kollaps der Stadt nicht auch der kulturelle einhergehen soll. Denn in Zeiten von Corona vereinsamt die Gesellschaft zusehends, zersplittert wie eine vom Weihnachtsbaum gefallene Kugel. Traditionell kommen Menschen aus allen Ortsteilen der Stadt Frankfurt zusammen. Menschen aus fast 180 Nationen, die 200 Sprachen sprechen und von denen über die Hälfte einen internationalen Hintergrund hat.

     

    Diese beiden Faktoren - Menschen und Schaustellende - gilt es nun zu einem neuen, multikulturellen Ganzen zu vereinen. Heißer Apfelwein und Aperol Spritz. Olivenholzobjekte und Eiswaffeln. Nierenspieß und Frozen Yoghurt. Bommelmütze und Sonnenhut. Auf einem ganzjährigen wie ganzheitlichen Traditionsmarkt würde zusammenfinden, was zusammengehört. Eine Transformation der Innenstadt in einen Traditionsmarkt würde ganzjährig zu einem traditionellen Markt der Möglichkeiten, ein Zusammenkommen der Menschen aller vier Jahreszeiten.

     

    Antragsteller:

               FRAKTION

    Antragstellende Person(en):

               Stadtv. Nico Wehnemann

    Vertraulichkeit: Nein

    Zuständige Ausschüsse:

               Ausschuss für Wirtschaft und Frauen

    Versandpaket: 07.10.2020

  • Nummer: 1293
  • Abstimmung der FRAKTION:
  • Ortsbeirat:
  • Typ: NR