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Anträge der DIE FRAKTION

  • Titel: Ächtung des N*Wortes und des M*Wortes gemäß den Zielen der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung
  • Antragssteller*in: FRAKTION 
  • Datum: 03.12.2021 (letzte Aktualisierung des Sachstandes: 08.12.2021)
  • Beschreibung:

     

    Betreff:

    Ächtung des N*Wortes und des M*Wortes gemäß den Zielen der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung

    Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main möge beschließen:

     

    Die Stadt Frankfurt am Main ächtet gemäß den Zielen der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft und Abstammung (2015-2024) das N*Wort und das M*Wort.

    [1]

     

     

    Begründung:

    Das M*- und das N*Wort wird von vielen schwarzen Menschen und Menschen of Color mit Leid, Gewalt, Diskriminierung und Entmenschlichung verbunden. Mit diesen beiden Wörtern sind viele rassistische Stereotypen verknüpft. Die Vereinten Nationen haben seit 2015 die Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung ausgerufen: Damit erkennt die nationale Gemeinschaft Menschen afrikanischer Abstammung als eigenständige Gruppe an, deren Menschenrechte geschützt und gefördert werden sollen. Dazu gehört neben dem Schutz vor Rassismus und Diskriminierung auch die Förderung der besseren Kenntnis und Wertschätzung des Beitrags zur Entwicklung unserer Gesellschaft von Menschen afrikanischer Abstammung.

     

    Bis 2024 sollen sich alle Staaten den Zielen der UN-Dekade verschreiben. Nach den Städten Köln und Kassel, die beide anerkannt haben, dass das N*Wort und deren Benutzung rassistisch ist, soll Frankfurt als eine der vielfältigsten Städte Deutschlands nicht nur das N*Wort, sondern auch das M*Wort ächten und damit anerkennen, dass diese beiden Begriffe rassistisch sind und jegliche Benutzung dieser beiden Wörter als diskriminierend aufgefasst wird.

     

    Im Aktionsplan "Frankfurt gegen Rassismus!" zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus, den die Stadt Frankfurt im Juni 2020 beschlossen hat, verpflichtet sie sich gemäß dem Motto "Ja zur Vielfalt, nein zu Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung!" unter Punkt 2:

     

    "Die Kompetenz, Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Homo- und Transfeindlichkeit sowie andere Formen von politisch und religiös motiviertem Extremismus und Diskriminierung zu erkennen, muss in der Gesamtbevölkerung gestärkt werden. Dies wird ein zentraler Punkt der Politik und der Informationsarbeit der Stadt Frankfurt sein."

     

    Die Ächtung diskriminierender Begriffe durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung würde einen weiteren Schritt zur Sensibilisierung der Gesamtbevölkerung darstellen. Gerade die Stadtverordnetenversammlung als höchstes demokratisch legitimiertes Gremium der Frankfurter Bürger:innen kann hiermit ein Zeichen setzen, das in die Stadtgesellschaft hinein und darüber hinaus Vorbild- und Signalwirkung entfalten kann.

     

    Antragsteller:

               FRAKTION

    Antragstellende Person(en):

               Stadtv. Nico Wehnemann

               Stadtv. Herbert Förster

               Stadtv. Falko Görres

    Vertraulichkeit: Nein

    Zuständige Ausschüsse:

               Ausschuss für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa

    Versandpaket: 08.12.2021

    [1]

     Begriffsklärungen: Mit N-Wort wird der rassistische Begriff "Neger" umschrieben. Mit dem M*Wort wird der rassistische Begriff "Mohr" umschrieben.

  • Nummer: 198
  • Abstimmung der FRAKTION:
  • Ortsbeirat:
  • Typ: NR