Die Abschottungspolitik der deutschen Bundesregierung und der Europäischen Union zeigt Wirkung: Der Zustrom von Geflüchteten hat in den letzten Wochen und Monaten abgenommen. Dennoch herrschen auf diversen griechischen Inseln immer noch katastrophale Bedingungen, unter denen geflüchtete Menschen zu leiden haben. Auch nach der Schließung des in der internationalen Presse kritisierten Flüchtlingslagers in Idomeni, harren täglich mehr Geflüchtete in ohnehin überlasteten Flüchtlingslagern aus und warten auf die Bearbeitung ihres Asylantrages.

In Deutschland und auch in Frankfurt hingegen sind viele Unterstützungs- und Betreuungsangebote nicht ausgelastet. Während Frankfurt durchaus in der Lage ist, mehr Menschen aufzunehmen und zu unterstützen, als zur Zeit nach Frankfurt kommen, müssen tausende Geflüchtete aufgrund des Abkommens der EU mit der Türkei befürchten, dorthin zurückgeführt zu werden.

724 – das ist ein Geflüchteter pro 1000 Einwohner in Frankfurt

Aufgrund dieser Umstände fordern die Abgeordneten von DIE FRAKTION, Herbert Förster (Piraten), Thomas Schmitt (FREIE WÄHLER) und Nico Wehnemann (Die PARTEI), ihre Kolleginnen und Kollegen im Stadtparlament auf, sie über Parteigrenzen hinweg zu unterstützen. Am Donnerstag steht der Antrag „Humanitäre Hilfe für Geflüchtete“ zur Abstimmung, in dem DIE FRAKTION die Aufnahme von 724 Geflüchteten durch die Stadt Frankfurt fordert. Das ist eine geflüchtete Person pro 1000 Einwohner Frankfurts.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, werden die drei Abgeordneten der FRAKTION am Donnerstag um 13 Uhr auf dem Römerberg ein Plakat enthüllen, dass das Verhältnis der Aufnahme einer geflüchteten Person auf 1000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt illustrieren soll. „Das Plakat wird deutlich machen, wie wenig die Aufnahme einer Person ins Gewicht fällt!“, sagt Herbert Förster, der Fraktionsvorsitzende. „Auf dem Plakat werden tausend Menschen zu sehen sein, die wir mit den Frankfurtern bunt ausmalen möchten, um die Internationalität und das multikulturelle Selbstverständnis der Stadt zu unterstreichen.“