Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt den Magistrat, ab dem kommenden Haushalt die Mittel, welche für das „Caricatura“-Museum verwendet werden, innerhalb des Produkthaushaltes gesondert aufzuführen.
  2. Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt den Magistrat, ab dem kommenden Haushalt die Besucherzahlen, welche das „Caricatura“-Museum betreffen, innerhalb des Produkthaushaltes gesondert aufzuführen.

Begründung:

Das „Caricatura“-Museum Frankfurt (CMF) ist organisatorisch dem „Historischen Museum Frankfurt“ (HMF) zugehörig. Das HMF fungiert hierbei als „Mutterhaus“. Abseits der Verwaltung im klassisch bürokratischen Bereich jedoch, existieren die Museen weitgehend autonom voneinander. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung der beiden Museen.

Das CMF erfreut sich derweil ausgezeichneter Besucherzahlen. Diese sind jedoch nicht aus dem Produkthaushalt zu entnehmen. Auch hat der Akteneinsichtsausschuss, welcher gemäß NR 516 eingerichtet wurde, ergeben, dass das CMF seit seiner Gründung einen sechsstelligen Überhang im Vergleich zur ursprünglichen Haushaltsprognose erwirtschaftet hat. Dennoch ergab sich aus den Akten, dass die operativen Mittel signifikant gesenkt wurden. Diese Entwicklung war angesichts des großen Erfolges des Museums so nicht zu erwarten und somit eine große Überraschung.

Im Sinne einer transparenten Haushaltsmittel-Politik scheint deshalb eine gesonderte Ausweisung der Mittel für das CMF geboten, um die Entwicklung des Museums – abseits der Zahlen des HMF – nachvollziehen zu können. So können die Stadtverordneten auch anhand des Haushaltsplans einen detaillierten Einblick in die Entwicklung des CMF erhalten, was bei der derzeitigen Zusammenfassung der gesamten Mittel unter der Produktgruppe „21.21 Historisches Museum“ de facto nicht möglich ist.

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