Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main fordert den Magistrat auf, die Ein-richtung „Teestube Jona“ des gemeinnützigen Vereins „Projektgruppe Bahnhofsviertel e.V.“ in der Pforzheimer Straße 7 mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen, um den Betrieb der Einrichtung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen aufrecht zu erhalten.

Begründung:
Wie der Frankfurter Lokalpresse mannigfach zu entnehmen war – u.a. 13. und 15. Februar im „Journal Frankfurt“ sowie am 14. Januar in der „Frankfurter Rundschau“ – sieht sich die „Teestube Jona“ mit der Problematik konfrontiert, dass der aktuelle Standort zum November diesen Jahres aufgegeben werden muss. Der Mietvertrag für die Einrichtung läuft aus. Jedoch scheint der neue Besitzer, der die Immobilie laut Medienberichten „luxussanieren“ wolle, verstärkt auf unlautere Me-thoden zurückzugreifen, um die derzeit noch im Haus befindlichen Parteien trotz gültiger Mietver-träge aus der Immobilie zu vertreiben.
Hierbei sieht sich auch die „Teestube Jona“, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen (gemäß §67 SGB XII) hilft, seit Monaten massiven Gängelungen ausgesetzt, die mutmaßlich vom neuen Eigentümer ausgehen. Das in der Presse gezeichnete Bild sowie die Aussagen der vor Ort agieren-den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern legen die Vermutung nahe, dass hierbei systematisch die Nutzung der Immobilie durch die mutwillige Beschädigung der Liegenschaft (z.B. Abladen von Bauschutt in der Immobilie, Kappen der Hauptleitung des Strom- sowie des Wasseranschlusses, Entfernen der Beleuchtung im Treppenhaus) verhindert werden soll. Darüber hinaus zeigen Perso-nen mit dem eindeutigen Ziel der Einschüchterung auf dem Bürgersteig direkt vor dem Ladenlokal Präsenz, um die Arbeit der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter zu verhindern, sowie Menschen vom Besuch der Einrichtung abzuhalten.
Der Magistrat muss die wertvolle Arbeit der „Teestube Jona“ mit all den ihr zur Verfügung stehen-den Mitteln vor den mutmaßlichen systematischen Verdrängungs- und Einschüchterungsversuchen des neuen Hauseigentümers schützen, bis eine Lösung hinsichtlich eines neuen Standorts gefunden ist.

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