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Frankfurt braucht einen "Tag der Eintracht"

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Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, dass der 19. Mai künftig zum städtischen Feiertag ernannt wird. Der Feiertag, der sich mit dem Gewinn des DFB-Pokals durch die Frankfurter Eintracht am 19. Mai 2018 begründet, trägt den Namen "Tag der Eintracht" und wird jährlich mit einem Großen Frankfurter Stadtgeläute um 22:02 Uhr zelebriert.

Begründung:

Frankfurt braucht wieder einen eigenen Feiertag. Seitdem sich viele Firmen nicht mehr der Tradition des Wäldchestages verpflichtet fühlen und ihren Arbeitnehmer:innen einen freien Nachmittag zum Besuch des Schützenfestes im Frankfurter Stadtwald gewähren, ist es an der Zeit, den Frankfurter Bürger:innen einen zeitgemäßen Feiertag zu schenken. Immer weniger Menschen identifizieren sich mit Waffen, begeistern sich jedoch an platzierten Schüssen auf das Tor der Gegner unserer Eintracht. Die Euphorie, die die Europastadt Frankfurt am Pfingstwochenende des Jahres 2018 nach dem 3:1 - Erfolg gegen den FC Bayern München ergriff, illustrierte dies eindrucksvoll. Die Bilder gingen um die Welt.

Die Frankfurter Eintracht ist seit jeher ein gesellschaftsverbindendes Element in unserer Stadt. Besonders in den letzten Jahren hat sie sich aber mit ihrer multikulturellen Mannschaft, dem klaren Bekenntnis zu unseren demokratischen Werten und der begeisterungsfähigen Anhängerschaft zu einem Aushängeschild der Stadt Frankfurt entwickelt. Auch in der kommenden Saison wird sich die Leidenschaft der Frankfurter:innen für ihre Stadt und ihren Verein hoffentlich wieder auf den Bildschirmen von Millionen von Fußballfans in der ganzen Welt verbreiten und es wird sich erneut zeigen, was man alles mit "Eintracht" erreichen kann. Dieser Schulterschluss von Stadt und Verein ist einmalig und gehört gesondert gewürdigt. Das ganz eigene Frankfurter FFF: Fußball, Fans und Feiertag.

Das Bundesland Hessen sowie die Stadt Frankfurt, die pulsierende Mainmetropole im Herzen unseres geliebten Apfelweinlandes, kommen jährlich lediglich in den Genuss von zehn gesetzlichen Feiertag pro Jahr und bilden damit bundesweit das Schlusslicht. Entsprechend scheint die Initiative zur Einführung eines Frankfurter Stadtfeiertages angemessen. Frankfurt wäre mit einem solchen Feiertag auf seinem Stadtgebiet beispielsweise in Gesellschaft der Stadt Augsburg. Die bayerischen Schwaben begehen seit 1950 exklusiv auf ihrem Stadtgebiet den gesetzlichen festgehaltenen Feiertag des "Hohen Friedensfestes".

Die Verbundenheit von zur Stadt Augsburg kommt dabei nicht von ungefähr. Frankfurt und Augsburg verbindet seit dem 13. Jahrhundert eine bedeutende Handelsroute, die sich aus dem Frankfurter Standort als Messestadt begründete. Zu jener Zeit trafen sich Händler und Geschäftsleute am Römer und leisteten so einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand der Stadt der Kaiserkrönungen. Auch im 21. Jahrhundert hat Frankfurt seine Bedeutung als Handelsplatz nicht eingebüßt - ist nach dem Brexit in dieser Rolle vielleicht bedeutender denn je zuvor. Ebenso zeigen uns die aktuellen Zeiten, wie wichtig es ist, "in Eintracht" zusammenzuleben. Ein "Tag der Eintracht" kann hierbei als wichtiges Zeichen und Signal dienen.

Da wir als Frankfurter:innen auch gönnen können, ist der Nachbarstadt Offenbach natürlich freigestellt, sich dem "Tag der Eintracht" anzuschließen.

Antrag im PARLIS der Stadt Frankfurt ansehen

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